Fußpilz ist eine der häufigsten Infektionserkrankungen der Haut.
Laut epidemiologischen Untersuchungen leiden in Europa rund 20 Prozent der Erwachsenen an einem unbehandelten Fußpilz.
Verursacht wird Fußpilz am häufigsten durch Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, aber auch durch Schimmel- oder Hefepilze.

Bitte betrachten Sie Fußpilz nicht als banale harmlose Erkrankung!
Nicht selten ist eine Tinea pedis Eintrittspforte für Bakterien wie z.B. Streptokokken und damit Risikofaktor für ein Erysipel (Rotlauf)!
Darüberhinaus greift ein Hautpilz gerne auf die Nägel über und löst eine Onychomykose (Nagelpilz) aus, die häufig sehr therapieresistent ist. Siehe:
Nagelpilz - Onychomykosen
Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Therapie.

Es gibt unterschiedliche Formen am Fuß:
Tinea pedis interdigitalis (Interdigitalmykose - Pilz im Zehenzwischenraum)
Tinea pedis - Mokkassin (zieht sich rund um den Fuß, wie der Rand eines Mokkassin-Schuhs)
Tinea pedis plantaris (an der Fußsohle)

Auf weitere Arten dieser Infektionserkrankung will ich hier nicht eingehen, dies würde den Rahmen sprengen.

Ursachen und Risikofaktoren:
Fußpilz wird meist von Mensch zu Mensch durch Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragen, am häufigsten in feucht-warmer Umgebung (Schwimmbäder, Duschen, Saunen etc.).
Es gibt Faktoren, die eine Infektion begünstigen:
Arterielle Durchblutungsstörungen
Diabetes
geschwächtes Immunsystem (Immunsuppression)
Fußfehlstellungen
Schuhmode (zu enge Schuhe)
Sportschuhe, die Schweißbildung fördern, mangelndes Abtrocknen nach dem Duschen

Symtome:
Typische Symtome sind Rötung, Schuppung, Nässen, Bläschenbildung, Juckreiz.
Diese Symptome treten aber nicht bei jeder Form dieser Erkrankung auf.

Therapie:
Sollten Sie den Verdacht auf das Vorliegen einer Fußpilzerkrankung haben, suchen Sie bitte Ihren Dermatologen (Hautarzt) auf.
Versuchen Sie keine Selbstbehandlung, dies verzögert in der Regel nur die Heilung und erschwert oft die genaue Befundung, sollte der Dermataloge eine Biopsie, eine mikroskopische Untersuchung oder eine Pilzkultur für notwendig halten.
Eine Hautpilzerkrankung ist heute sehr gut behandelbar. Die Behandlungsdauer umfasst in der Regel einen Zeitraum von vier Wochen (Regenerationszeit der Epidermis).
Es ist aber zu empfehlen, nach der klinischen Heilung (Abklingen der Symptome) die Behandlung über einen Zeitraum von bis zu 4 Wochen auszudehnen, um eventuell noch vorhandene pathogene Sporen abzutöten.
Man setzt in der Regel Breitband-Antimykotika gegen Dermatophyten, Hefe- und Schimmelpilz ein.
Diese werden meist in topischer Form (lokal) mit Lösungen, Salben oder Gelen verabreicht.
In besonderen Fällen greift man auch auf eine systemische (orale) Form zurück z.B. bei der hyperkeratotischen Tinea pedis plantaris.

Sollten sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Dermatologen, auch wir stehen Ihnen gerne mit Rat zur Seite.